«Agilität ist in unserer komplexen Welt zwingend»

Als Kind wollte Simone Schneuwly Detektivin oder Journalistin werden. Die Leiterin Learning & Development bei der Mobiliar unterstützt seit 2018 den VBV im Vorstand mit viel Engagement und Know-how. Im Interview verrät sie uns, woher sie ihre Energie für die täglichen Herausforderungen nimmt und was Agilität im Arbeitsumfeld für sie konkret bedeutet.


Wie kamen Sie zur Versicherungsbranche, und was gefällt Ihnen daran?

Direkt meine erste Stelle nach dem Studium führte mich per Zufall zum Krankenversicherer CSS. Schon damals war ich fasziniert von der grossen Bandbreite an Berufen in einem Versicherungsunternehmen und von der Vielfalt der Tätigkeitsbereiche. Als neugierige, wissbegierige Person faszinieren mich diese bis heute. Ich finde es zudem sehr spannend, wie die Digitalisierung die Versicherung von Grund auf verändert. Die Bedürfnisse der Kunden ändern, neue Geschäftsfelder eröffnen sich, Prozesse werden neu gestaltet und unsere Mitarbeitenden müssen neue Kompetenzen aufbauen. 
 

Was bedeutet für Sie Agilität in der Personalentwicklung, und wieso ist diese Methode ein Vorteil?

Agilität bedeutet einerseits, innerhalb meiner Abteilung mit agilen Methoden wie OKR oder Scrum zu arbeiten und vor allem auch ein agiles Mindset zu leben. Das heisst beispielsweise selbstorganisiert handeln, eine konstruktive Fehlerkultur zu leben und kundenorientierte Lösungen entwickeln.

Aber auch innerhalb unserer Unternehmen verändert sich das Lernen radikal. Wissen wird nicht mehr nur in vorgegebenen Lernprogrammen vermittelt. Lernen wird zunehmend individualisiert, selbstorganisiert und daher zunehmend agil. Wir entwickeln bei der Mobiliar eine lernende Organisation, in der die Mitarbeitenden die Verantwortung für das eigene Lernen übernehmen und Lernen allgegenwärtig zugänglich ist. Ein agiles Vorgehen ermöglicht es, Veränderungen proaktiv anzugehen und schnell liefern zu können. Diese Fähigkeiten sind in einer komplexen, sich schnell verändernden Welt zwingend.
 

Wie erhalten Sie sich Ihre Motivation und Energie für die täglichen Herausforderungen?

So lange ich etwas Neues lernen und angehen kann, fehlt es mir grundsätzlich nicht an Motivation und Energie. Sehr bereichernd sind für mich der Kontakt mit den vielen Menschen in meiner täglichen Arbeit sowie die Freude, meine Mitarbeitenden bei ihrer Entwicklung zu unterstützen. Neben der Arbeit geben mir Sport, Familie und Freunde sowie das Reisen (vor Corona…) sehr viel.
 

Wie bringen Sie Ihre Fähigkeiten und Ihre Erfahrung konkret in der Vorstandsarbeit des VBV ein?

In den Vorstandssitzungen ist mir wichtig, dass wir uns auch getrauen, Altbewährtes  zu überdenken und Neues auszuprobieren. Ich versuche deshalb, die Möglichkeiten des digitalen Lernens aufzuzeigen und auch mal Bestehendes zu hinterfragen. Bei der Besetzung von Stellen innerhalb des VBV konnte ich in der Vergangenheit mein Rekrutierungs-Know-how einbringen und so gezielt unterstützen. Mit meiner Tandem-Partnerin Fabia Hartwanger diskutiere ich regelmässig konkrete Fragen. Von diesem Austausch profitiere ich sehr.
 

Welches Ziel möchten Sie unbedingt erreichen? 

Ich möchte mich im Bereich Data Science aus- bzw. weiterbilden… und vielleicht irgendwann noch meine eigene Weinbar eröffnen. (schmunzelt)