Reformprojekt Kaufleute 2022

Der VBV ist Teil der Schweizerischen Konferenz der kaufmännischen Ausbildungs- und Prüfungsbranchen (SKKAB), welche Trägerin des Berufs «Kauffrau/Kaufmann EFZ» ist. Sie will die kaufmännische Grundbildung fit für die Arbeitswelt der Zukunft machen.


Von Simon Werren

Überblick

Mit der laufenden Totalrevision der Berufes Kaufmann/Kauffrau EFZ stehen erhebliche Veränderungen an. Die zentralen kaufmännischen Kompetenzen für alle Lernenden und Branchen wurden ermittelt und in einem Qualifikationsprofil festgehalten. Damit sollen der Beruf auf Schlüsselkompetenzen ausgerichtet und die Berufsidentität gestärkt werden. Im Sinne der Flexibilität werden Differenzierungen für Branchen und Lehrbetriebe möglich sein. Zentral ist die konsequente pädagogische Ausrichtung auf die Handlungskompetenzen. Dies betrifft insbesondere die Orientierung an praktischen Handlungsfeldern und die zukünftigen Herausforderungen sowie die Abkehr von typischen Ausbildungsfächern in der Berufsfachschule. Die ganzheitliche Lernortkooperation zwischen dem Lehrbetrieb, den überbetrieblichen Kursen und der schulischen Ausbildung soll gestärkt werden. Die Bedürfnisse der Betriebe und der Praxis werden an Relevanz zunehmen. Die Berufsfachschulen haben dabei eine verstärkte Unterstützungsfunktion. Das Qualifikationsverfahren wird die verstärkte Handlungskompetenzorientierung abbilden.

Stand des Projekts
Die Projektarbeiten laufen trotz des schwierigen Umfelds weiterhin planmässig. Die Bildungsgrundlagen wurden erarbeitet. Bis zum 20. April 2021 werden die Bildungsverordnung, der Bildungsplan und das Konzept zum Qualifikationsverfahren zur Anhörung des SBFI auf dessen Website publiziert.
Anfang Jahr wurde mit den Umsetzungsarbeiten für die betriebliche, überbetriebliche und schulische Ausbildung gestartet. Die Branche Privatversicherung ist in verschiedenen Gremien und Arbeitsgruppen vertreten.

Überbetriebliche Kurse
Den vom VBV verantworteten überbetrieblichen Kursen (üK), in welchen es um die versicherungsspezifischen Themen geht, kommen bei einer konsequenten Umsetzung eine wichtigere Funktion zu. Die Kurse sollen aufgewertet werden, die Betriebe entlasten und auch das begleitete, selbstorganisierte Lernen der Jugendlichen fördern.
Im April 2020 wurden alle Anspruchsgruppen in einer Online-Umfrage zu den üK befragt. Mit ausgewählten Personen wurden anschliessend Vertiefungsinterviews geführt. Zusammen mit der externen Projektbegleitung wurde anschliessend in einer Arbeitsgruppe mit Vertretern der Lehrbetriebe und regionalen üK-Verantwortlichen ein Rahmenkonzept erarbeitet. Der Vorstand des VBV hat dieses am 16.12.20 verabschiedet und für die Umsetzung freigegeben.

Weiterführende Informationen:
- Informationen vom kaufmännischen Verband
- Informationen vom SKKAB
- Konvink: Durch die Registration auf dieser Plattform erhalten Sie Einsicht in weitere Informationen und Dokumente zum Projekt.