Teilrevision des VVG – was bedeutet das für den Vertrieb?

Der Artikel 46 des VVG zur Verjährung und Befristung wird wie folgt angepasst:

  1. Die Forderungen aus dem Versicherungsvertrag verjähren unter Vorbehalt von Absatz 3 in fünf Jahren nach Eintritt der Tatsache, welche die Leistungspflicht begründet. Artikel 41 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge bleibt vorbehalten.
  2. Die Forderungen aus dem Vertrag der kollektiven Krankentaggeld-Versicherung verjähren in zwei Jahren nach Eintritt der Tatsache, welche die Leistungspflicht begründet.
Das bedeutet für den Vertrieb, dass man als kompetenter Berater oder kompetente Beraterin über diese Bestimmung Bescheid wissen muss, auch wenn sie keine direkten Auswirkungen auf den Verkauf hat.

Situativ soll man den Versicherungsnehmer oder Geschädigten proaktiv informieren und ihn zur Geltendmachung seiner Ansprüche beratend unterstützen. Auch die Schadenmitarbeitenden tragen so ihren Anteil zur Kundenzufriedenheit bei.